Tintenstrahldrucker sind Matrixdrucker. Sie spritzen
die Druckfarbe durch schmale Düsen als kleinste Bildpunkte
auf das Druckmedium. Der Tintenstrahldrucker ist als Schwarz-Weiß-
und Farbdrucker verfügbar. Wie die anderen Farbdrucker
auch, arbeitet er auf der Basis des CMYK-Farbmodells. Die farbigen
Tinten befinden sich in geschlossenen Catridges, die auch die
Elektronik für den Druckkopf einschließt.
Die einzelnen Farbpunkte können mit unterschiedlicher Intensität
gedruckt werden. Die Farbtöne werden durch Farbmischung oder
Rasterung erzeugt. Darüber hinaus können sie die Größe
des Tintentröpfchens innerhalb bestimmter Grenzen variieren.
Es werden zwei Verfahren wie die Tinte auf das Papier gesprizt
wird unterschieden. Zu diesen zwei Geräteklassen von Tintenstrahldruckern
gehören:
CIJ (Continuous Ink Jet, Geräte mit kontinuierlichem Tintenstrahl)
CDOD (Drop On Demand, Geräte die einzelne Tropfen verschießen)
Bei CIJ-Verfahren wird ein Tintenstrahl über eine Düse
aus dem Druckkopf kontinuierlich mit hohem Druck auf das Medium
gespritzt. Der aus einzelnen kleinen Tropfen bestehende Tintenstrahl
wird über eine Ladeelektrode elektrisch geladen und über
eine elektrostatische Ablenkung auf das Druckmedium gespritzt
bzw. von diesem fern gehalten. Die überflüssige Tinte
wird im Druckkopf gesammelt und erneut dem Kreislauf zugeführt.
Mit dem Continuous-Drop-Verfahren können zwischen 100.000
und 150.000 Tropfen pro Sekunde gesteuert werden.
Diese Drucker werden in der Industrie eingesetzt und in Ein-
und Mehrstrahlgeräte unterteilt. Verwendungs-Beispiele hierzu
sind: Halbarkeitsdatum, EAN-Code, Rubbellose.
DOD-Drucker (Drop on Demand, Tintendrucker)
Bei diesem Verfahren wird nur dann ein Tintentropfen erzeugt,
wenn dieser auch für den Druck gebraucht wird. Während
die Tinte nicht benutzt wird, bleibt sie in einer dünnen
Kapillare. Dort wird sie mit Unterdruck vor dem Auslaufen geschützt.
Die Spritztechnik mit der die Tinte aus der Düse getrieben
wird, ist je nach DOD-Typ unterschiedlich: Es wird zwischen dem
piezoelektrischen Verfahren, das in Piezo-Druckern angewendet
wird oder dem Blasenverfahren, dem Bubblejet unterschieden.
Bei dem piezoelektrischen Verfahren wird der sogenannte Piezoeffekt
ausgenutzt: Bei diesem Effekt kann man durch Verbiegen bestimmter
Kristalle Spannung erzeugen oder umgekehrt, durch Anlegen einer
Spannung einen Piezo-Kristall verbiegen. Es wird also an ein Piezo-Element
ein kurzzeitiger Spannungsimpuls gelegt. Das Piezo-Element, das
sich hinter einer Druckdüse befindet, verformt sich daraufhin.
Es übt auf die Farbflüssigkeit einen Druck aus, worauf
ein Farbtropfen aus der Düse ausgestoßen wird. Vorteil
bei diesem Verfahren ist, dass die Größe der Tropfen
gesteuert werden kann. Somit ist es möglich sehr kleine Tintenmengen
gezielt auf das Druckmedium aufzubringen.
Das Bubblejet-Vefahren ist ein thermisches Verfahren. Die Tinte
wird hierbei kurzzeitig (einige Mikrosekunden) erhitzt. Es bildet
sich eine Dampfblase, die einen hohen Druck auf die Tinte ausübt,
bis die Blase schließlich einen Tintentropfen durch die
Düse herausschleudert. Anschließend kondensiert die
Dampfblase. Hinter der Düse ensteht ein Unterdruck der ein
Nachfließen der Tinte aus dem Vorratsbehälter zulässt.
DOD-Drucker finden in der Industrie, als auch im Büro- und
im Heim-/Office-Bereich bis hin zum Druck von Passbildern Anwendung.
Sogar elektrische Schaltungen oder 3D-Modelle können damit
aufgebaut werden. Anstatt Tinte werden auch Wachs, langkettige
Polymere oder heiße, flüssige Lote verwendet.