Die Toner der elektrostatischen und die Tinten der Tintenstrahl-Druckverfahren
sind keine Druckfarben nach der üblichen Definition. Die
Bezeichnung Druckerschwärze für (schwarze) Druckfarbe
wird fachsprachlich nicht verwendet.
Mit Hilfe einer Druckform werden diese farbmittelhaltigen Gemische
auf einen zu bedruckenden Stoff übertragen und bilden dort
eine Schicht die trocknet.
Diese Tinten enthalten:
Farbmitteln, hauptsächlich Pigmenten, für die Farbigkeit
Bindemitteln, um die Farbmittel auf dem Bedruckstoff zu befestigen
Hilfsstoffen, zum Einstellen der rheologischen Eigenschaften, Beeinflussung von Trocknung, Glanz und Oberflächenhärte
Typischerweise sind Schichtdicken der Druckfarben, mit 1- 8 µm,
sehr dünn. Lackierungen zum Beispiel sind mit üblicherweise
30 – 200 µm um ein vielfaches dicker. Daher sind für
den Einsatz als Druckerfarben nur besonders farbstarke Pigmente
zu gebrauchen, spezielle Ruße für Schwarz und Titandioxid
für Deckweiß. Bronzen werden für verschiedene
Metalleffekte eingesetzt.
Das Bindemittel und dessen Zusammensetzung richten sich nach
dem jeweiligen Druckverfahren:
Buch und Offsetdruck: Harze, trocknende Öle und nichttrocknende Pflanzen- und Mineralöle
Tief-, Flexo und Siebdruck: Harze und Lösemittel
Für fast alle Druckverfahren: Strahlenhärtende Bindemittel (UV-, Elektronenstrahl-Trocknung)
Druckerfarben lassen sich nach den entsprechenden Druckverfahren
in dem sie verwendet werden einteilen: Bogen-, Rollenoffset- und
Flexodruckfarben und viele weitere. Auch eine Kategorisierung
nach ihrer Farbe und dem verwendeten Farbsystem ist möglich.
Hier gibt es Skalen-, Schmuck-, Tagesleucht- und Metalleffektfarben.
Aufgrund der verschiedenen Mengen an verarbeiteten Farben werden
unterschiedliche Gebinde im Handel angeboten. So ist für
den Gelegenheitsgebrauch die 1 Kg Blechdose erhältlich und
große Druckereien werden auch mal mit einem Tankwagen beliefert.
Refill Tips & Tricks
Um Tintenpatronen die gebräuchlichsten Patronen der Tintenstrahldrucker
selber wieder zu befüllen wird ein wenig handwerkliches Geschick
benötigt und die nachstehenden Utensilien sollten auch zur
Hand sein.
Küchentücher (saugfähig, als Unterlage und zum
Reinigen der Patronen)
Glasreiniger (Sidolin oder ähnliches eignet sich sehr gut
zum Reinigen der Patronen)
Cutter (um die Patronen zu öffnen oder Verklebungen zu lösen)
Spritzen (zum Einfüllen der Tinte)
Einweghandschuhe (damit die Finger nicht bunt werden
Zeitungen (als Unterlage)
Es gibt keine generellen Angaben wie oft Patronen wiederbefüllt
werden können, aber theoretisch halten Druckerpatronen, wie
die von vielen Canonmodellen, ohne Druckkopf ewig. Hat die Patronen
eine eingebauten Schwamm, so setzt sich dieser langsam mit festen
Bestandteilen der Tinte zu, daher sollte dann doch auf eine neue
Patrone gewechselt werden.
Enthält die Patrone einen eingebauten Druckkopf verringert
sich die Haltbarkeit je nach Druckaufkommen. Bei manchen dieser
Patronen lohnt Aufgrund der geringen Qualität der Druckköpfe
ein Refill erst gar nicht, denn das Druckergebniss läßt
dann stark zu Wünschen übrig, andere lassen sich bis
zu 10x und öfter nachfüllen.
Farbe an den Finger nach dem Refill
Wer ohne Einweghandschuhe nachfüllt hat schnell bunte Finger.
Und die Tinte ist herstellerübergreifend sehr anhänglich.
Sind die Finger erst einmal bunt gibt es kaum eine Möglichkeit,
die Tinte wieder zu entfernen. Aber keine Angst, nach ca. 1 Woche
ist die Farbe herausgewachsen.
Es gibt zwar einige teure Spezialreiniger, die sind
aber für die empfindliche Haut recht schädlich und schaffen
kaum die Tinte aus den winzigen Poren. ein Rest Farbe bleibt daher
meistens erhalten.
Ein einfaches Hausmittel funktioniert allerdings interessanterweise
recht zuverlässig: Schmierseife!